Umweltschutz durch integrierte Planungsprozesse an der Schnittstelle zwischen Stadt- und Infrastrukturplanung

Start:1st of May 2017
End:31st of October 2020
Description:Stadtentwicklung und Infrastrukturplanung stehen in einem engen Zusammenhang. So wirken sich Infrastrukturen auf mögliche Entwicklungspfade von Städten aus. Ebenso formuliert die Stadtplanung Anforderungen an die Infrastrukturplanung. Die Ausgestaltung der technischen Infrastruktur wirkt sich deutlich auf die Umweltinanspruchnahme und Umweltqualität von Städten aus, wie z.B. Lärm oder Luftqualität. Häufig sind Infrastrukturplanungen jedoch nachgelagerte Versorgungsplanungen, die nicht rechtzeitig in die Prozesse der Stadtplanung integriert werden oder als Fachplanungen einseitig Vorgaben für die räumliche Gesamtplanung geben. Dies kann zu negativen Auswirkungen im Umweltbereich aber auch in der Stadt- und Infrastrukturplanung an sich führen. Daher ist es für eine nachhaltige Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung, abgestimmte Planungsprozesse von Stadt- und Infrastrukturplanung zu erreichen. Es bestehen verschiedene formelle wie auch informelle Instrumente und Prozesse der Stadt- und Infrastrukturplanung, die bisher jedoch meistens unzureichend vernetzt sind. Eine Optimierung der Abstimmungen zwischen diesen Planungen ist vor allem an den vorhandenen und auch ggf. neu zu schaffenden Schnittstellen erfolgversprechend. Das Ziel des Projektes ist es, anhand von vier städtischen Fallstudien Hemmnisse und Potenziale für eine effizientere Koordination von Stadtplanung und ausgewählten umweltrelevanten Infrastrukturplanungen aufzuzeigen. Es wird dargelegt, wie die Hemmnisse mittels formeller und informeller Planungsinstrumente und -prozesse überwunden und Potenziale gehoben werden können, um integrative und integrierte Planungsprozesse zu erreichen. Dabei liegt der Fokus auf den Infrastruktursektoren Abfallwirtschaft, Verkehr und Energie. Das Projekt wird im Auftrag des Umweltbundesamtes aus dem Ressortforschungsplan (FKZ 3717 15 106 0) finanziert. Das Öko-Institut bearbeitet das Projekt gemeinsam mit dem Projektpartner ISI (Institut für Stadt und Immobilie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen).
Authors involved:Buchert, Matthias
Degreif, Stefanie
Ruther-Mehlis, Alfred
Fischer, Heidrun
Dobner, Daniel